St. Jakobus Schutterwald
Schutterwald - die Jakobusgemeinde
Namensbedeutung:
Der Name "Jakobus" ist hebräisch und heißt "Gott möge schützen".
Lebensdaten:
Jakobus wurde um Christi Geburt geboren. Jakobus der Ältere war der Sohn von Zebedäus und Salome und arbeitete wie sein Bruder Johannes (der Evangelist) als Fischer am See Genezareth, als Jesus die beiden in den Kreis der Apostel berief. Gemeinsam mit Johannes und Petrus gehörte Jakobus zu den bevorzugten Jüngern, die zum Beispiel bei der Verklärung Jesu auf dem Berg Tabor und zu Beginn des Leidens im Garten Getsemane anwesend waren. Nach der Auferstehung Christi verkündete Jakobus machtvoll das Evangelium. Er war vor allem in Jerusalem und Samarien tätig, manche sagen aber auch, er sei auf seinen Missionsreisen bis nach Spanien gekommen.
Als erster der Apostel wurde Jakobus im Jahre 44 zum Märtyrer für seinen Glauben. König Herodes Agrippa ließ ihn enthaupten. Der Legende nach soll Jakobus auf dem Weg zur Hinrichtung einen Lahmen geheilt haben. Daraufhin bekehrte sich einer der Henker zum Christentum und wurde gemeinsam mit dem Apostel getötet. Die Gebeine Jakobi wurden später in das Jakobuskloster (heute: Katharinenkloster) auf dem Berg Sinai gebracht. Beim Einfall der Sarazenen konnte man sie im 8. Jahrhundert retten und nach Spanien bringen.
Doch da durchweht die historische Wahrscheinlichkeit schon der Schleier der Legenden: Engel geleiteten das Boot über das Meer an die galizische Küste. Anschließend wird der Leichnam auf einen von wilden Ochsen gezogenen Karren gelegt, die genau an der Stelle stehen bilieben, wo ihm ein Grabmal gesetzt wurde.
Ein Hirte berichtete seinem Bischof im Jahre 825 von einer Sternenerscheinung über dem Feld. Als sie seiner Vision nachgehen, entdecken sie das Apostelgrab und errichten darüber die erste Kirche, die auch der Stadt ihren Namen gab: Santiago de Compostella - Jakobus vom Sternenfeld.
So entstand neben Rom und Jerusalem eine bedeutende Wallfahrtsstätte.
Mit der Reformation und den Religionskriegen im "Durchzugsland" Frankreich versiegte der Pilgerstrom in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. 1589, als Sir Francis Drake Santiago belagerte, wurden die Reliquien in Sicherheit gebracht und blieben für fast drei Jahrhunderte verschwunden.
Seit Beginn der 80-er Jahre erlebte der Pilgerweg eine Widerbelebung. Drei von vier Jakobspilgern starten ihren Weg erst jenseits der Pyrenäen in Spanien. In St.-Jean-Pied-de-Port, dem letzten Ort auf französischer Seite, passierten in den ersten sieben Monaten des Jahres 2002 13.800 Jakobuspilger, Tendenz steigend.
