
Kontemplatives Gebet
Der 94-jährige Trappistenmönch Thomas Keating sagt: „Silence is God’s first language“ „Das Schweigen ist Gottes Muttersprache“. Tatsächlich entdecken Menschen in fast allen religiösen Traditionen irgendwann Formen des stillen Gebetes und der Meditation. Für den Buddhismus ist dies geradezu zu einem Markenzeichen geworden.
Im Christentum findet man Wurzeln bei den Wüstenvätern und -müttern, die sich im vierten Jahrhundert in die Wüste zurückzogen und im ostkirchlichen Herzensgebet. In der westeuropäischen Kirche war das innere, schweigende Gebet zwar bekannt, aber es blieb lange Zeit den Mönchen und Nonnen vorbehalten. Erst ab der Mitte des 20. Jahrhunderts wurde es auch außerhalb der Klöster gelehrt. Seither entdecken mehr und mehr Menschen die Faszination und Alltagstauglichkeit dieses Gebetes ohne Worte und Gedanken.
Wer denkt, richtet den Blick entweder in die Zukunft oder in die Vergangenheit. Die reine Wahrnehmung führt uns dagegen in die Gegenwart. Im kontemplativen Schweigen ist der Meditierende eingeladen, genau dort – in der Wahrnehmung und in der Gegenwart – Zeit zu verbringen. Es ist ein waches, interessiertes Lauschen in die Stille. Es erschließt die Fülle des Augenblicks und öffnet das „Herz“ für die geheimnisvolle Gegenwart Gottes.
jeweils von 19.30-21.00 Uhr, im Begegnungszentrum in Müllen
07. August 2025, Donnerstag
19. August 2025, Dienstag
04. September 2025, Donnerstag
16. September 2025, Dienstag
02. Oktober 2025, Donnerstag
21. Oktober 2025, Dienstag
06. November 2025, Donnerstag
18. November 2025, Dienstag
04. Dezember 2025, Donnerstag
16. Dezember 2025, Dienstag